| Produkteigenschaft | Wert |
|---|---|
| GTIN: | 4262472870000 |
| Kategorie: | MOFESSOR Kettenöler |
| Versandgewicht: | 0,84 kg |
Preis-Tipp im Vergleichstest von sieben Kettenölern der Zeitschrift TOURENFAHRER, Ausgabe 3/2024: Der Kettenöler MOFESSOR erhielt fünf von fünf Punkten bei Sauberkeit und Preis/Leistung.
Bei Kettenspray bleibt die Kettenpflege Handarbeit: Das Schmieren muss rechtzeitig eingeplant, die Dose unterwegs mitgeführt und das Motorrad aufgebockt werden, anschließend muss das Spray noch ablüften. Im Langzeittest über 15.836 km war das an einer FANTIC Caballero 500 Rally 51-mal nötig. Der Kettenöler MOFESSOR schmiert die Kette stattdessen während der Fahrt, elektronisch dosiert.
Vorteile
- Weniger VerschleißIm Straßenbetrieb erreicht der Kettensatz mindestens die doppelte Lebensdauer.
- 10 Dosierstufen inklusive ExpertenmodusNeun Stufen sind vordefiniert, auf der zehnten lässt sich ein eigenes Abgabeintervall programmieren.
- RegenmodusEin Druck auf den Regenschalter verzehnfacht die Ölmenge bei Regen oder im Gelände.
- TemperaturkompensationDie Steuereinheit misst die Außentemperatur und passt die Ölabgabe an, ein Nachregeln zwischen Sommer und Winter entfällt.
- Hohe ReichweiteEine Tankfüllung reicht rund 5.000 km mit 60 ml oder 10.000 km mit 120 ml.
- Einbau leicht gemachtMit dem innovativen Befestigungssystem ist der MOFESSOR schnell installiert, das Einbauarchiv zeigt den Einbau an über 160 Motorrädern.
Technisches Konzept
Das Kettenöl fließt durch die Schwerkraft vom Öltank zum Dosierventil. Dort öffnet die Steuereinheit das Ventil in festen Zeitabständen kurz. Wie oft das geschieht, legt die Dosierstufe fest. Die Öffnungsdauer richtet sich nach der gemessenen Außentemperatur: Kaltes Öl fließt zäher, also bleibt das Ventil länger offen. Stromlos ist das Ventil geschlossen. Nach dem Ausschalten der Zündung tropft deshalb nichts nach, und das Gerät verbraucht keinen Strom.
Vom Ventil führt die Ölleitung zur Auftragsdüse, einem biegbaren Kupferrohr, das meist seitlich am Kettenrad oder am Ritzel endet. Durch die Rotationsbewegung wandert das Öl von dort auf die Kettenrollen. Statt punktuell wie mit Kettenspray wird die Kette so gleichmäßig über die ganze Fahrt geschmiert. Diese Minimalmengenschmierung hält mit wenig Öl einen gleichbleibenden Schmierfilm. Die Kette bindet dadurch weniger Schmutz und verschleißt langsamer.
Kompatibilität
- Alle kettengetriebenen Motorräder mit 12-V-Bordnetz
Für den Anschluss wird eine geschaltete 12-V-Versorgung benötigt. Für viele Modelle gibt es dafür einen modellspezifischen Anschlussstecker.
Einbaubeispiele für fast alle gängigen Modelle im Einbauarchiv, zum Beispiel für:
- DUCATI Multistrada V4 S
- HONDA CRF1100L Africa Twin, NC750X
- KAWASAKI Versys 650, Versys 1000 SE, Vulcan S, Z650
- KTM 890 Adventure, 1290 Super Adventure S
- SUZUKI V-Strom 800DE, V-Strom 1050XT
- TRIUMPH Tiger 900 Rally Pro
- YAMAHA Ténéré 700
Lieferumfang
- 1× Steuereinheit
- 1× Dosierventil
- 1× Öltank
- 1× Regenschalter
- 1× Auftragsdüse mit Ölleitung
- 1× MOFESSOR Kettenöl 250 ml
- 1× T-Verbinder mit Befüllschlauch und Verschlussstopfen
- 1× Befüllspritze
- 1× Düsenhalter mit Klemmschraube
- 1× Düsen-Montageschelle
- 1× Haltewinkel Dosierventil mit 2 Schrauben
- 1× Halterung Regenschalter
- 3× Klebehalter Ölleitung
- 8× Kabelbinder
- 1× selbstklebender Schaumstoff
- 1× Schraubendreher
Video
Kompatibilität
Passt der MOFESSOR an mein Motorrad?
Ja, wenn das Motorrad einen Kettenantrieb und ein 12-V-Bordnetz hat. Der MOFESSOR ist nicht an ein Modell gebunden, Einbauort und Anschluss werden am Fahrzeug gewählt. Im Einbauarchiv ist der Einbau an über 160 Motorrädern mit Fotos dokumentiert, für viele Modelle gibt es einen modellspezifischen Anschlussstecker.
Wie viel Platz brauchen die Komponenten an meinem Motorrad?
Die Steuereinheit misst 17×23×49 mm, das Dosierventil 30×22×62 mm, der Öltank 110×37 mm (Standard) oder 130×45 mm (Langstrecke). Häufig finden die Teile unter der Soziussitzbank Platz. Ungeeignet sind Stellen nahe am Auspuff oder am Motorgehäuse.
Verträgt sich der MOFESSOR mit CAN-Bus und LED-Beleuchtung an meinem Motorrad?
Ja. Der MOFESSOR greift nicht in die Fahrzeugkommunikation ein, er nutzt die geschaltete 12-V-Versorgung nur als Schaltsignal. Die Steuerleitung nimmt 20 mA auf.
Einbau und Anschluss
Kann ich den MOFESSOR selbst einbauen?
Ja, mit grundlegenden technischen Kenntnissen. Der Einbau dauert ein bis zwei Stunden, die Steuereinheit wird fertig verkabelt geliefert. Wer nicht selbst einbauen möchte, kann den Einbauservice in Kürnbach nutzen.
Wo finde ich die Bedienungsanleitung zum MOFESSOR?
Das Benutzerhandbuch steht als PDF bereit. Den Anschluss an eine geschaltete 12-V-Versorgung beschreibt eine eigene Einbauanleitung. Fotos fertiger Einbauten zeigt das Einbauarchiv.
Wie schließe ich den MOFESSOR elektrisch an?
An die Batterie und an eine geschaltete 12-V-Versorgung. Plus und Minus kommen an die Batterie, die Steuerleitung an einen Anschluss, der nur bei eingeschalteter Zündung Spannung führt. Viele Motorräder haben dafür einen Zubehöranschluss, zu dem es modellspezifische Anschlussstecker gibt.
Wo montiere ich die Auftragsdüse des MOFESSOR?
Seitlich am Kettenrad, seitlich am Ritzel oder direkt an der Kette. Am Kettenrad ist die Düse meist sichtbar montiert; am Ritzel sitzt sie verdeckt, wegen der höheren Drehzahl kann der Ölverbrauch dort höher sein. Die Düse darf Kette, Kettenrad und Ritzel nicht berühren, der Abstand beträgt 0 bis 0,5 mm.
Worauf muss ich beim Kleben des Düsenhalters achten?
Auf eine ebene, entfettete Fläche und mindestens 20 °C bei der Verarbeitung. Gekrümmte Flächen sind für den Klebehalter ungeeignet.
Belastet der MOFESSOR meine Batterie?
Nein. Bei ausgeschalteter Zündung nimmt der MOFESSOR keinen Strom auf, auch bei längerer Standzeit nicht. Im Betrieb fließen 20 mA über die Steuerleitung und bis 500 mA über die Versorgung.
Funktion
Wie funktioniert der MOFESSOR Kettenöler?
Ein Magnetventil gibt in festen Zeitabständen eine kleine Menge Kettenöl frei, die durch Schwerkraft zur Auftragsdüse läuft. Die Steuereinheit bestimmt den Abstand über die Dosierstufe und passt die Öffnungsdauer an die Außentemperatur an. Geschmiert wird nur bei eingeschalteter Zündung.
Worin unterscheidet sich der MOFESSOR von Kettenspray?
Der MOFESSOR ersetzt den Schmierfilm laufend während der Fahrt, Kettenspray wird in Abständen von Hand aufgetragen und baut sich danach ab. Im Langzeittest über 15.836 km standen 51 Sprühvorgänge sieben Nachfüllungen gegenüber. Der Verbrauch lag bei rund 80 ml Kettenspray gegen 12,5 ml Kettenöl je 1.000 km.
Verlängert der MOFESSOR die Lebensdauer meiner Kette?
Die Kettenlängung fällt geringer aus: Im Langzeittest längte sich die Kette mit MOFESSOR um 0,15 %, die mit Kettenspray geschmierte um 0,22 %. Der Test lief zu knapp einem Viertel im Gelände und bei Regen, beide Kettensätze waren dort beim gleichen Kilometerstand fällig. Für den Straßenbetrieb nennt BEROTEC als Erfahrungswert die zwei- bis dreifache Laufleistung gegenüber Kettenspray.
Lohnt sich der MOFESSOR auch im Gelände?
Auf Schotter, Waldwegen und im Mischbetrieb ja, bei hohem Anteil Staub und Schlamm nur eingeschränkt. Dort bestimmt der Schmutzeintrag den Verschleiß stärker als das Schmierverfahren. Der Nutzen liegt dann darin, nach dem Geländeabschnitt per Regenschalter wieder Öl auf die Kette zu bringen, ohne anzuhalten.
Verschmutzt der MOFESSOR meine Felge?
Bei passender Dosierstufe kaum: Ein leichter Ölnebel auf der Felge kann auftreten und lässt sich abwischen. Im TOURENFAHRER-Test 3/2024 erhielt der MOFESSOR bei der Sauberkeit fünf von fünf Punkten. Öl auf Felge oder Reifen zeigt eine zu hohe Dosierstufe oder einen vergessenen Regenmodus an.
Ist der MOFESSOR wasserdicht?
Ja. Steuereinheit und Regenschalter haben die Schutzart IP67, das Dosierventil IP65. Die Steuereinheit ist vergossen, die Steckverbindungen von Dosierventil und Regenschalter sind wasserdicht ausgeführt.
Bedienung
Wie stelle ich die Ölmenge am MOFESSOR ein?
Am Drehschalter der Steuereinheit, in zehn Dosierstufen von 0 bis 9. Begonnen wird auf Stufe 0, der Stufe mit dem geringsten Ölauftrag; nach 50 km wird schrittweise erhöht, bis die Kette gleichmäßig benetzt ist. Eine Änderung zeigt sich erst nach rund 200 km.
Wie lange reicht eine Tankfüllung des MOFESSOR?
Rund 5.000 km mit dem 60-ml-Tank und rund 10.000 km mit dem 120-ml-Tank. Grundlage ist der Verbrauch von 12,5 ml je 1.000 km aus dem Langzeittest, auf niedriger Dosierstufe reicht die Füllung länger. Der Füllstand sollte nach etwa 2.500 km geprüft werden, beim 120-ml-Tank nach etwa 5.000 km.
Wann nutze ich den Regenmodus und den Spülmodus?
Den Regenmodus bei Regen oder im Gelände, den Spülmodus zum Entlüften oder um eine trockene Kette schnell neu zu beölen. Ein Druck auf den Regenschalter erhöht die Ölmenge auf das Zehnfache, bis der Schalter erneut gedrückt oder die Zündung ausgeschaltet wird. Im Spülmodus, vier Sekunden gedrückt halten, bleibt das Ventil dauerhaft offen und die Ölabgabe ist sehr hoch.
Was kann der Expertenmodus des MOFESSOR?
Er speichert ein frei gewähltes Schmierintervall zwischen 10 Sekunden und einer Stunde. Der Wert belegt Stufe 0 und überschreibt deren Werkseinstellung, die Stufen 1 bis 9 bleiben unverändert. Im Regenmodus gilt auch für dieses Intervall die zehnfache Ölmenge.
Welches Öl brauche ich für den MOFESSOR?
Empfohlen wird das MOFESSOR Kettenöl, 250 ml liegen bei. Andere Öle sind möglich, empfohlen ist eine Viskosität von 100 mm²/s bei 40 °C. Nicht geeignet sind Bio- und Salatöle, weil sie verharzen können, sowie lösemittelhaltige Stoffe und Wasser.
Wie viel Wartung braucht der MOFESSOR?
Wenig: Öl nachfüllen und gelegentlich die Kette ansehen. Nachgefüllt wird mit der beiliegenden Spritze über den Befüllschlauch. Vor der ersten Inbetriebnahme sollte die Kette gereinigt werden, weil das Kettenöl alte Fettreste löst.
Tests, Erfahrungen und Kosten
Wie hat der MOFESSOR im Kettenöler-Test abgeschnitten?
Als Preis-Tipp. Im Vergleichstest von sieben Kettenölern der Zeitschrift TOURENFAHRER, Ausgabe 3/2024, erhielt der MOFESSOR fünf von fünf Punkten bei Sauberkeit und Preis/Leistung.
Welche Erfahrungen gibt es mit dem MOFESSOR Kettenöler?
Der MOFESSOR ist seit 2017 auf dem Markt und hat auf dem Prüfstand einen Dauertest mit simulierten 100.000 km durchlaufen. Den eigenen Langzeittest über 15.836 km dokumentiert BEROTEC mit allen Messwerten im Beitrag Kettenöler vs. Kettenspray, einen externen Erfahrungsbericht gibt es bei ttmotorbikeblog. Kundenbewertungen stehen im Reiter „Bewertungen“.
Rechnet sich der MOFESSOR gegenüber Kettenspray?
Beim Betriebsstoff ja, bei den Gesamtkosten erst über die Nutzungsdauer. Im Langzeittest kostete Kettenöl 0,39 € je 1.000 km, Kettenspray 3,62 €. Einschließlich Anschaffung lag der MOFESSOR nach 15.836 km bei 142,85 € gegen 77,86 € für Kettenspray und Reiniger, ist danach aber weiter nutzbar. Die Preise stammen aus dem Testzeitraum 2020/2021.
Einbaudokumentationen von anderen Fahrern
Für über 160 Motorradmodelle liegen Fotos und die Positionen von Öltank, Dosierventil und Düse vor, jeweils am konkreten Fahrzeug dokumentiert.
Fehlt dein Motorrad noch, schreib uns an einbau@berotec.de. Wir beraten dich gerne vorab und unterstützen dich beim Einbau. Nach dem Einbau kannst du deine Fotos und Positionen als eigene Einbaudokumentation einreichen.
BEROTEC GmbH, Gewerbestr. 13, 75057 Kürnbach, Deutschland, info@berotec.de, https://berotec.de


